Rezensionen zu Wille : Tatkraft : Potential
Rezensionen zu Sein und Werden
Rezensionen zu Verdunkelung des Göttlichen
Halgadom
– Wille : Tatkraft : Potential (Sonnenkreuz 2009). Was landet denn da
leckeres in meinem Briefkasten. Das letzte Lebenszeichen aus dem Jahr 2009 „Wille
: Tatkraft : Potential“ der (Pagan/Neo/Black ... ) Metal Band Halgadom.
Was der Titel dieses Longplayers aussagt ist Programm. Anders als bei dem Vorgänger
„Heimstatt“ wird man wieder ein Stück härter und entfernt
sich vom reinen Neo Folk, dennoch sind noch genügend Element aus diesem
Genre vertreten.
Das schmucke DigiPack
mit dickem Booklet und allen Texten lässt meine Augen bereits beim auspacken
leuchten. Musikalisch werden sämtliche Bereiche abgedeckt. Ob kreischender
Black Metal, grunzender Death Metal oder majestätische Clean Vocals wird
hier alles geboten. Diese geniale Mischung und der markante Gesang von Paul
(Leichenzug) machen Halgadom auf dieser Scheibe zu einem unverwechselbaren Hörerlebnis.Die
einzelnen Songs bewegen sich Großteils im Midtempo wobei es immer wieder
Passagen gibt die kraftvoll aus der Reihen tanzen. Zu nennen wär hierbei
die Titel „Sang der Nornen“. Das reine Instrumental gefällt
besonders aufgrund seiner Klarheit und seiner Stimmung die dem Balladen Feeling
sehr nahe kommt. Direkt angedockt kommt mein persönlicher Favorid „Werde
der Du bist“ mit klaren erhabenen Gesang gepaart mit fetten Death Vocals
– Genial!Unterstütz werden die Riffs immer wieder von der Akustik
Gitarren. Textlich geht es natürlich um Legenden, Schlachten und Mythen.
Die Texte sind ein
weiteres Markenzeichen der Band. Mit den Vocals gibt es keine Stolpersteine,
sondern kommen flüssig rüber und animieren mich zum lauten mit grölen
(Grüße an meine Nachbarn). Der Sound ist ordentlich abgemischt und
fett produziert, die Texte sind verständlich und die kämpferische
Stimmung der Scheibe ist kaum zu überbieten.
Fazit: Momentan läuft
das Scheibchen bei mir rauf und runter und „Asche auf mein Haupt“,
dass ich den Silberling nicht vorher entdeckt habe. Nehmt Euer Schwert und zieht
durch die heimischen Wälder... Unbedingte
Kaufempfehlung für all die, die sich nicht auf merkwürdige Klischees
oder sonstiger Grütze herablassen. Darum gibt’s bei uns die volle
Kaufempfehlung! Wer auch ein schlechtes Gewissen hat, kann hier bestellen: sonnenkreuz.net
Bei
HALGADOM ist es wohl zur Regel geworden, daß sich die metallischen und
die akustischen Alben in der Veröffentlichungsreihenfolge abwechseln. Denn
nachdem im Vorjahr die „Heimstatt“ mit besinnlichen Klängen
aufgesucht wurde, da holt man nun mit dem Nachfolger „Wille:Tatkraft:Potential“
erneut den Hammer und den Amboß hervor um ein Stück Schwermetall
zu schmieden. Ich muß sagen, daß mit dem famosen Album „Sturmwoge“,
von 2006, die Meßlatte für jeden Nachfolger, der in die gleiche Kerbe
schlägt, sehr hoch gehängt worden ist. Das neue Album beginnt mit
einem stimmungsvollen Intro. Danach legt man mit „Ginnungagap“ recht
zügig los (siehe Heft-CD). Der unverkennbare, eigenwillige Stil von HALGADOM
kommt unmittelbar zum Ausdruck: Abwechslungsreiche Rhythmik, einprägsame
Melodien, und klarer – oftmals zweistimmiger – Gesang. Die Lieder
sind sehr komplex – und, obwohl recht eingängig, damit kein leichtes
Hörvergnügen. Aber das wäre sowieso auch gar nicht die Intention
von HALGADOM! Fernab jeglicher „Met Met Met bis keiner mehr steht!“-Dudelei,
wie man sie von deutschen Pagan Metal-Bands leider gewohnt ist, will die Band
um den Sonnenkreuz-Chef Frank nicht nur die Trommelfelle sondern auch die Hirnwindungen
strapazieren. Bei den Texten hat man sich etwas einfallen lassen, um den Hörer
zum Nachdenken zu bringen: So zum Beispiel bei „Werde der Du bist“.
Insgesamt gibt es neun Lieder, wobei mit „Sang der Nornen“ das Album
in der Mitte akustisch unterbrochen wird. Anspieltipp ist u.a. „Mysterium
des Blutes“, das wieder sehr HALGADOM-typisch mit treibenden Riffs und
rockigen Schlagwerk aufwartet. Die markante Stimme von Paul, seit „Sturmwoge“
ein Sänger von HALGADOM, paßt dazu wie die sprichwörtliche Faust
aufs Auge. Die Produktion ist sehr solide, und die Gestaltung des Digipack hebt
sich auch wohltuend vom Pagan Metal-Einerlei ab. Im direkten Vergleich mit „Sturmwoge“
gefällt mir das vorliegende Album nicht vollumfänglich, weil man nämlich
mehr als einen Anlauf braucht um sich in „Wille:Tatkraft:Potential“
einzuhören. „Sturmwoge“ hat mich gleich beim ersten Mal mitreißen
können! Trotzdem – oder gerade deswegen – spreche ich eine
Empfehlung für das vorliegende Album aus! HALGADOM gehören zu den
ganz wenigen Pagan Metal-Bands aus Deutschland, die sich wirklich fundierte
Gedanken zu Texten, Musik, und Konzeption ihrer Veröffentlichungen machen.
Jedes Album versteht den Hörer neu zu überraschen. Und für den
eingefleischten Fan der Band gibt es auch eine limitierte Sammlerausgabe bei
www.sonnenkreuz.net, worauf sich auch noch ein Bonuslied befindet. (KB)
Da
sind sie wieder - Halgadom - eine der wenigen ernst zunehmenden Truppen im Bereich
des heidnischen Metals bzw. des Neo Folk. Eines gleich vorweg: Halgadom sind
gekommen um die Fahne unserer Heimat erhobenen Hauptes und mit geschwellter
Brust, in den stürmischen, kalten und feindlichen Winden dieser Tage wehen
zu lassen.
Wie sehr habe ich dieses Paket aus dem Hause Sonnenkreuz erwartet und ich wurde
wie immer nicht enttäuscht. Zuerst fällt der Blick auf das Artwork
des schmucken Digipaks. Wie von Halgadom gewohnt, bekommt man auch hier wieder
ein geniales Layout geboten, welches die Musik perfekt untermalt und den Hörgenus
auf der visuellen Ebene unterstützt.
Nun zu den musikalischen Ergüssen des couragierten Quartetts, welche nach
einer kurzen Einleitung, wieder ordentlich metallisch aus den Lautsprechern
dröhnen. Man setzt auf die gewohnten Halgadom Trademarks, die auch schon
das Album „Sturmwoge“ zu einem heidnischen Klassiker empor hoben.
Meist ist man im mittleren Tempo unterwegs, zu jeder Zeit bringt man jedoch
feine Melodien in die Lieder mit ein. Die Leadgitarre ist immer deutlich hörbar
und wird desöfteren von einer Akustikgitarre unterstützt (oder man
wechselt sich ab), je nachdem was dem Lied am besten zu Gesicht steht. Der Gesang
deckt diesmal wirklich alle Bereiche ab, von klaren Gesängen über
tiefes „growlen“ bis hin zum hasserfüllten Schreien ist alles
dabei, was das heidnische Herz höher schlagen lässt. So stimmig vermittelt,
kommen die ernsten und durchdachten deutschen Texte nochmal so gut an! Schlagzeug
und Bassgitarre bilden ein solides Grundgerüst für die zehn neuen
Hymnen, gelegentlich gibt es wirklich passende Doublebass Salven um die Ohren.
Dem Heiden dieser Zeit sei gesagt – dieses Juwel gilt es zu erwerben!
Ascheregen
Oblivion - Heavy Metal und Gothik Magazin (Deutschland)
„Heimstatt“
repräsentiert die akustische Variante der aus dem Rheinischen stammenden
Halgadom, die ansonsten heidnisch geprägten Death und Black Metal spielen.
Und diese musikalische Prägung als Metal-Band findet ihren Niederschlag
dann auch auf „Heimstatt“, wo trotz akustischer Instrumentierungen
vor allem der durchgängige Einsatz des Schlagzeugs und die Art der Arrangements
deutliche Differenzen zum Neofolk deutscher Vertreter wie Forseti, Sonne Hagal
oder Darkwood aufzeigen. Dies soll „Heimstatt“ nun keineswegs abwerten,
denn die neun Lieder zwischen Naturromantik, mittelalterlicher Lebensart und
heidnischen wie germanischen Wurzeln sind in sich durchaus stimmig und stimmungsvoll
in Szene gesetzt, basieren halt nur mehr auf traditionellen Rock Songwriting-Schemata
als bei den vorgenannten Bands. „Wotans wilde Jagd“, „Der
Wald“, „Des Adlers letzter Flug“ und vor allem „Stille“
sind positiv aus den neun Stücken des Albums hervorzuheben, wobei Halgadom
gerade dann zur Höchstform auflaufen, wenn sie sich aus diesen Schemata
lösen und auch schon mal mit einem Cello eine neue Stimmfärbung in
ihre Kompositionen einbringen. Unter dem Strich ist „Heimstatt“
ein gutes akustisches Folk-Album, aber halt kein Neofolk im klassischen Sinn,
stilistisch halt ähnlich zu Bands wie Tenhi oder Dornenreich.
8/10 - MK
Interregnum-Netzradio (Deutschland)
Hat
da jemand geglaubt, er wüßte nach „Sturmwoge“ (2007)
nun endlich, wo er HALGADOM einzuordnen habe? Nun, dann muß er sich nach
„Heimstatt“ eines besseren belehren lassen. Keine sägenden
Gitarren, kein giftiges Gekeife, nichts mit kraftvollen Kampfgesängen auf
breiten Pagan-Metal-Melodien – „Heimstatt“ ist ein fast reines
Akustik-Album geworden. Das ist natürlich nicht neu, denn frühere
Werke der Band boten uns reichlichen Neo-Folk-Stoff („Sein und Werden“
(2006) zum Beispiel war zur Hälfte akustisch), allerdings war nach dem
volltönenden Vorgänger eher eine Fortsetzung zu erwarten gewesen.
Die Geschichte der germanischen Völker ist voller Glanzpunkte und hoher
Momente. Demgegenüber stehen allerdings ebenso viele Tragödien und
Kummervolles, was im seit Jahrzehnte anhaltenden Niedergang unserer Kultur zu
kulminieren scheint. Und so haben wir die Erscheinung, daß Pagan- und
Neo-Folk-Bands, die sich dieses Themas angenommen haben, sehr melancholisch
klingen. So auch HALGADOM auf „Heimstatt“. Da wird voll Bitterkeit
gefragt, ob das hier nun „Des Adlers letzter Flug“ sei. Ist es vorbei
mit dem jahrhundertealten Traum Germania? Im „Walkürenritt“
schaut der erschlagene Krieger auf seinem Weg nach Walhalla zurück aufs
Schlachtfeld, wo er gerade den Tod fand. Der Sieg ist errungen, ihm kostete
es aber das Leben. „Gerechter Lohn“ ist die Geschichte einer Frau,
die trotz Marter und bevorstehendem Feuertod dem alten Glauben nicht abschwört.
Der Pfaffe wird im Angesicht der brennenden Frau zwar vom Blitz erschlagen,
die Schöne findet allerdings den Tod. Mythologie gibt es bei „Wotans
wilde Jagd“, glaubhafte Naturverbundenheit mit „Eisblume“
und „Der Wald“. Besonderes Augenmerk sei auf „Die Schöne
im Sturm“ gelegt. Dieses Lied widmeten HALGADOM König Leonidas und
seine 300 Spartiaten. Wer den Film "300" kennt und ihn versteht, ohne
sich an einer bloßen Komikverfilmung zu ergötzen, weiß, daß
es sich tatsächlich um ein Fanal für Europa handelt. Ein erneutes
Völkerringen hat begonnen, wir könnten wie die Spartiaten sein, wenn
wir uns nur alter Tugenden besinnen würden. Das es geht, haben gerade die
Deutschen immer wieder unter Beweis gestellt (ich erinnere da an die Befreungskriege
1813/14). Ein weiterer Effekt, der in „Die Schöne im Sturm“
logischer Weise keine Rolle spielen kann, ist die Frage nach der Aufgabe eines
Mannes in der heutigen Gesellschaft. Hat er noch eine? Er ist es ja nicht einmal
mehr Wert, seine Familie dadurch ernähren zu dürfen, indem er regelmäßig
seiner Arbeit nachgeht. Aber das ist ein anderes Thema. Und dies hier keine
Film-Rezension.
„Heimstatt“ ist traurig schön. Hier und da gibt es ein paar
Mut machende Zeilen, die in der zerbrechlichen Musik allerdings nicht jene Kraft
versprühen, die nötig wäre, um jemanden aufzurütteln. Musikalisch
ist alles im Lot, schöne Kompositionen, vorgetragen zu Akustikgitarren,
ruhigem Baß, Cello und ein paar Schlagzeugeinsätzen. Franks Stimme
ist limitiert, was ihn hindert, manches mit inbrünstigem Nachdruck zu singen.
Auf der anderen Seite erhöht das aber die melancholische Wirkung.
Jub 9/10 Punkten
DS Monatszeitung für Politik und Kultur Nr. 03/08 (Deutschland)
Ende
2007 erscheint das nunmehr fünfte Vollalbum der Gruppe Halgadom mit dem
Titel „Heimstatt“. Klangvolle Gitarrenspiele verzaubern den Geist
für rund 38 Minuten bei neun Stücken.
Von 1999 bis Ende 2007 hat sich einiges ergeben bei Halgadom. Angefangen mit
brachialem paganistischem Black Metal entwickelte sich Halgadom schnell zu einer
Ikone. Schwarzmetall alleine konnte es nicht sein, Halgadom wollte mehr. So
war klar, daß man die Langspieler in zwei Hälften unterteilte und
zum einen Black Metal produzierte und zum anderen Neofolk. So ging es die Scheiben
hindurch bis zur „Heimstatt“. Frank, Kopf des Projektes und Komponist
der Stücke, hat nach Hause gefunden und ist bei klarem Akustikgitarrenspiel,
reinem Gesang und Cellos angekommen. Die neue Halgadom-Ära hat begonnen.
Bei Liedern wie „Die Schöne im Sturm“ kann man träumen.
Halgadom berührt die Seele. Melodievoll von Anfang bis zum Schluß.
Auch wurden alte Halgadom-Klassiker wie „Wotans wilde Jagd“ und
„Gerechter Lohn“ neu inszeniert, und so hat sich die Band wieder
weiterentwickelt und neu gefunden. Wer Ruhe und neue Kraft sucht, ist hiermit
gut bedient. Fernab von einfachen Texten, hin zu Philosophie von Stärke
und dem Glauben an sich und dem, was in einem steckt.
Zusätzlich zur normalen Ausgabe erschien eine Edelausgabe des Silberlings
in einer Metalldose. Limitiert wurde sie auf 305 Stück. Das Beiheft wurde
auf dickerem und griffigem Papier gedruckt und zusätzlich ein Einleger
mit Sinnspruch und der Limitierungsnummer von hand in die Metalldose eingeklebt.
(Musicus)
A-Blaze Nr. 3 (Deutschland)
Die „Sturmwoge“ ist vorerst verebbt; nach all dem Brausen und Toben kehrt wieder Ruhe im HALGADOM ein. Frank und seine Mitstreiter haben es sich um ein wärmendes und heimeliges Lagerfeuer herum gemütlich gemacht, die Klampfen ausgepackt und dazu auch noch dem Bassisten ein Cello in die Hand gedrückt, um mit dem nunmehr fünften Album einmal mehr den Neo Folk deutscher Klangart hochleben zu lassen. Obwohl – man könnte auch HALGADOM - unplugged dazu sagen, denn nach wie vor findet man hier alle, für diese Band markanten Merkmale und Stilmittel. Zwar ist die Gitarre nicht elektronisch verfremdet, das Schlagwerk bleibt auch in einem bedächtigen Takt, und auf grollenden Gesang wird gänzlich verzichtet. Doch der Kenner merkt auf Anhieb, wessen CD er in den Spieler gelegt hat! Der Fan dieser Band wird sicherlich nicht enttäuscht, denn Lieder wie „Walkürenritt“ und „Wotans wilde Jagd“ befriedigen sowohl musikalisch als auch lyrisch genau jene Erwartungshaltung, mit der man dieser Band gegenübertreten dürfte. Man beschwört Reminiszenzen an eine heidnisch-germanische Vergangenheit herauf, spricht sich polemisch gegen das Christentum aus, und beklagt die Dekadenz der Gegenwart. Auch wenn ich generell den „Liedermachern“ eher skeptisch gegenüberstehe – was sich aber in der Regel auf die Langeweile, die ihr relativ simples Geklampfe und Gesinge dezent verbreitet, begründet – so möchte ich HALGADOM dennoch attestieren, daß die Lieder der „Heimstatt“, wenn sie auch dieses Mal keine „Sturmwoge“ auslösen, soviel Abwechslung beinhalten und dabei Ergriffenheit ausstrahlen, daß wohl jeder Metaller eine ruhige und besinnliche Stunde damit verbringen kann. Die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben und die Gestaltung läßt ebenfalls keine Kritik zu. Gönnen wir uns also diese Ruhepause; und wie sollte es bei HALGADOM auch anders sein – es ist ja nur die Ruhe vor dem Sturm! (KB)
Neue Ästhetik
HALGADOM selbst beschreiben die Musik als Neofolk – meines Erachtens läßt sich das Werk aber nicht darauf reduzieren, höre ich doch eher instrumentierungsbedingt den Folk-Rock der Siebziger im Stile von AMERICA und NEIL YOUNG, jedoch nicht mit verklärter Spät-Hippie-Lyrik, sondern wie gewohnt mit heidnischen (deutschen) Texten. Eine Analyse derselbigen will ich mir an dieser Stelle ersparen, die können alle im zwölfseitigen Booklet, das im Digipak innen einsteckt ist, nachgelesen werden.
Der Tonträger enthält auf knapp 38 Minuten neun Stücke insgesamt, wobei zwei davon, nämlich „Gerechter Lohn“ und „Wotans wilde Jagd“, Neuvertonungen sind (ursprünglich erschienen auf VERDUNKELUNG DES GÖTTLICHEN). „Heimstatt“ als Einklang sowie „Stille“ als Ausklang sind instrumental, auf den restlichen Liedern teilen sich Frank, der Kopf des Projektes, sowie Michel Gitarre und Gesang, Stefan spielt das Schlagzeug und Marcel Baß und Cello.
HALGADOM gilt ja in der „Szene“ als sogenanntes umstrittenes Projekt, daher zeugt es von besonderem Selbstbewußtsein, daß sich die Musiker fürs Beiheft alle haben ablichten lassen. Vielleicht ist das auch als konsequente Umsetzung des abgedruckten SPENGLER-Zitats „Man muß die Welt nicht unbedingt verstehen. Wichtiger ist, ihr gewachsen zu sein…“ zu sehen.
Erschienen ist die CD auf Franks eigenem Verlag SONNENKREUZ, Hörproben können auf www.sonnenkreuz.net oder www.halgadom.org gezogen werden.
Für Ende Januar 2008 ist noch eine auf 305 Exemplare limitierte Edelausgabe in Metalldose angekündigt, desgleichen im Laufe diesen Jahres eine LP-Version.
HEIMSTATT ist musikalisch einfach erfrischend, schlägt es doch eine Brücke zwischen dem – heute oftmals leider sehr ausgelutschten – Neofolk und den unzähligen Black-/Pagan-Metal-Veröffentlichungen, die kaum noch auseinander zu halten sind – und das, ohne seine Wurzeln im 70er Jahre Folk-Rock zu leugnen.
Wer also bereit ist, auch mal festeingeschlagene musikalische Pfade zu verlassen, sich dabei aber nicht gleich komplett im Wald verirren möchte, liegt mit HEIMSTATT genau richtig. Um aus dem Booklet zu zitieren: „HEIMSTATT kann aber auch mehr als das (ein Ort) sein. Außerhalb der materiellen Welt gibt es einen geistigen Zustand, der sich ebenfalls HEIMSTATT nennt.“
Keine weiteren Worte.
Januar 2008
Oblivion - Heavy Metal und Gothik Magazin (Deutschland)
„Sturmwoge“
ist die metallische Inkarnation Halgadoms und ursprünglich bereits 2006
erschienen, was uns aber nicht davon abhalten soll, den heidnisch inspirierten
Metal, vor allem in lyrischer Hinsicht, mit einer Rezension zu bedenken. Über
zehn Stücke bieten Halgadom kompetent und songschreiberisch gut dargebotene
Metal-Hymnen, die von der variablen Gitarrenarbeit leben und sich in instrumentaler
Hinsicht eines gewissen „Oldschool“-Feelings nicht erwehren können.
„Totenschiff“ oder „Neuer Adel“ könnten demzufolge
durchaus als Stücke der US-Speed Metal-Legende Savage Grace durchgehen,
während beim instrumentalen „Metamorphose“ dann auch die Neofolk-Einflüsse
zum Tragen kommen, denen Halgadom auch schon mal ein ganzes Album widmen, wie
das jüngst veröffentlichte „Heimstatt“ beweist. Der ausschliesslich
in deutscher Sprache gehaltene Gesang an sich ist rau und extrem aggressiv,
passt sich der Atmosphäre des Albums aber gut an. Zu beziehen ist „Sturmwoge“
unter: http://www.sonnenkreuz.net
8/10 - MK
Iut de Asken Nr. 3 (Deutschland)
So,
Freunde der heidnischen Kriegsgesänge, hier ist es: Das neue Werk aus der
Schmiede Sonnenkreuz. Der Klang vom Kriegshorn übertönt den Gesang
der Vögel, auf in den Kampf! Nach dem wirklich überaus gelungenem
Vorgänger „Sein und Werden“ waren die Erwartungshaltungen hoch
und in der folgenden Kritik werde ich beschreiben, inwiefern meine Erwartungshaltungen
erfüllt waren, nachdem ich „Sturmwoge“ zum ersten Mal hörte.
Aber was hatte man sich eigentlich genau davon erwartet, wenn HALGADOM erneut
die Streitaxt hervorholen? Meine einzige Erwartung war, daß ich ein Album
in den Händen halten werde, welches in sich geschlossen wirkt und als Gesamtwerk
zu begeistern weiß. Und ja, es weiß wahrlich zu begeistern! Wer
dem Vinylformat frönt, konnte sich eine der 400 handnumerierten Platten
sichern – die ersten 100 kamen in edler Box. Ich selbst habe mir gleich
eine Boxedition gesichert; diese war zwar etwas teurer, aber die Anschaffung
hat sich selbstverständlich gelohnt. Für knappe 30 Teuro (inklusive
Versand!) bekam ich eine wirklich wunderschöne LP-Box mit einem schönen
Einlegerblatt und einem Amulett, auf welchem das Runensiegel HALGADOMs abgebildet
ist. Sehr, sehr edel und jede müde Mark wert. Für diese Qualität
zahle ich gerne etwas mehr. Mal ganz abgesehen davon, daß bei mir schon
die Hörproben, insbesondere „Bruderschaft“, auf Dauerrotation
liefen, machte „Sturmwoge“ so schon einen genialen Eindruck, ohne,
daß ich die Platte gehört hatte. Ich habe nichts gegen simple Aufmachungen
und für den Untergrund bedarf es oft auch gar nicht mehr – vom Charme,
den solche Tonträger haben, ganz zu schweigen -, aber ein solches Schmuckstück
läßt die Augen schon doppelt blitzen, wenn man in den Plattenschrank
schaut. Da das Hauptaugenmerk ja nicht auf der Optik, sondern der enthaltenen
Tonkunst liegt, gehen wir zu dieser über. Die augenscheinlichste Neuerung
ist, daß nun ein gewisser Paul den Gesang übernimmt, welcher auch
schon von Leichenzug bekannt sein dürfte. Schnell hatte ich Reaktionen
vernommen, wie schrecklich das doch sei und daß Sebastian ja unersetzbar
sei. Finde ich ganz und gar nicht! Sebastian hat ein unglaublich prägnantes
Stimmorgan und mir gefiel auch sein Gesang bei HALGADOM, nur ist er eben nicht
mehr dabei und das sollte man dann auch einfach mal akzeptieren. Schon etwas
anmaßend, über eventuelle Gründe zu spekulieren, ohne mit den
entsprechenden Personen zu sprechen. Ich nehme mal vorweg, daß mir Pauls
Gesang sehr gut gefällt. Den Einklang von „Sturmwoge“ bildet
„Erhebung“ – synthetische Klänge, im Hintergrund Naturgeräusche
und dazu eingesprochene Textpassagen. Auf den Einklang folgt „Neuer Adel“;
welches sich mit der Verbundenheit zu den Göttern respektive der göttlichen
Kraft befaßt. Musikalisch beginnt es sehr stürmisch, mit einem Kampfschrei.
Sofort treten die klanglichen Veränderungen, im Bezug auf den Vorgänger,
zum Vorschein: Eine kräftigere Produktion, sattere Gitarrenwände,
ein druckvolleres Schlagwerk und der abwechslungsreiche Gesang. Neben der wuchtigen
Rhythmusarbeit glänzt schon hier besonders das Melodiespiel von Frank.
Der Klang wird durch dezentes, unverzerrtes Gitarrenspiel, welches in die verzerrten
Abschnitte eingewoben wurde, aufgelockert. Während Paul sich anfangs noch
die Seele aus dem Leib grunzt, kommt im Kehrreim dann der mitreißende
Klargesang zum Einsatz. Diese Mischung läßt weder Härte noch
Gefühl vermissen und funktioniert wunderbar mit der instrumentalen Seite.
Der Kehrreim lädt, auch durch den aussagekräftigen Text, zum Mitsingen
ein. „Feuer“, das Folgestück, liest sich dann wie die Geschichte
eines gewaltigen, todbringenden Feuersturms. Behandelt man hier doch zerstörerische
Elemente, ertönt aus Pauls Kehle auch hauptsächlich Schreigesang.
Die Grundstimmung unterscheidet sich etwas, da zwar ebenfalls schöne Melodien
vorhanden sind, diese aber, wie von der Thematik her abzuleiten ist, eben nicht
ganz so optimistisch klingen. Mit was sich Lied 4 auseinandersetzt, dürfte
klar sein, beim Titel „Fenrir“. Auch hierbei fällt mir auf,
daß eben der Schreigesang dominiert. Es handelt von Fenrirs Zorn, der
blutig auf die Menschheit niederfällt und ihr Schmerz und Leid bringt.
Allerdings ist die Formulierung enthalten, daß Fenrir Gericht hält
– Gericht mit der Menschheit, die sich momentan im Niedergang befindet.
So zumindest meine Interpretation. Mit „Längster Schlaf“ wird
eine recht persönlicher Erkenntnisweg beschrieben, der im guten Kontrast
zum restlichen Textgut steht. Allerdings verzichtet man hier auf die übliche
Melodieführung. Da es im Vorfeld ja schon Hörproben gab, dürfte
Lied Nummer 6 „Bruderschaft“ schon einigen bekannt sein, die sich
das Album vielleicht noch nicht zugelegt haben. Schon nach dem ersten Hören,
als das Lied auf der Netzseite von Sonnenkreuz bereitgestellt wurde, blieb der
einprägsame Kehrreim hängen. Schnell avancierte es zu meiner persönliche
Hymne von „Sturmwoge“ und auch nach etlichen Hördurchläufen
bleibt es dabei. Eine Hymne für Zusammenhalt und Bruderschaft unter dem
Sonnenrad, die mich zu begeistern weiß. Ein Toptitel folgt auf den nächsten,
denn „Werdung“ ist ebenso ein einfach wunderbares Stück heidnischen
Schwermetalls. Den Weg zur eigenen Göttlichkeit, wie hier beschrieben,
hat man wieder mit etwas mehr melodischen Elementen umgesetzt und auch der schöne
Klargesang findet ausgeprägte Verwendung. Dazu runden ein tolles Gitarrensolo
und ein ruhiger Ausklang das Lied ab. Klasse! Mit „Metamorphose“
zelebrieren HALGADOM hier ein Instrumentallied. Hier schlägt man eine deutliche
Brücke zu älterem Material; die unverzerrten Gitarren, die in dem
Stück wie auch verzerrte vorkommen, erinnern eindeutig an ältere Werke
von HALGADOM. Wohlklingendes Instrumental, finde ich. Die zweite Hörprobe,
die zur Verfügung gestellt wurde, war „Totenschiff“ –
ebenfalls ein erstklassiges Stück, mit viel Dynamik und auch hier abwechslungsreichem
Gesang. Thematisch geht es um die Bismarck. Nein, natürlich geht es um
Nagelfar, he he. „Das Ende“ schließt „Sturmwoge“
krachend ab. Harte Gitarrenattacken bilden den gekonnten Abschluß des
Werkes. Zeit, um rückblickend zusammenzufassen: Der Gesang von Paul bietet
viel Abwechslung, ist stets souverän in das Gesamtbild eingefügt und
paßt wunderbar. Die Musik ist um einiges härter und druckvoller geworden.
Es hat eine gute Entwicklung stattgefunden, die sich nicht von den Wurzeln gelöst
hat. Die Texte sind allesamt wirklich sehr schön geschrieben – Ihr
könnt Euch jene auf der Netzseite von Halgadom durchlesen oder am besten
beim Kauf des Tonträgers – es lohnt sich! Neo Folk wird es wieder
auf einer zukünftigen Veröffentlichung geben, daher muß auch
hier niemand traurig sein. Ich hoffe, daß Frank und HALGADOM diesen Weg
weitergehen – mal ehrlich, wem hätte schon ein einfacher Abklatsch
von „Sein und Werden“ genügt? Der ein oder andere wird vielleicht
auch die instrumentale Weiterentwicklung feststellen, die eben in den ausgefeilteren
Melodien hervortritt. Dadurch, daß „Sturmwoge“ nicht nur ein
Abklatsch geworden ist, bleibt auch der große Reiz von „Sein und
Werden“ und dessen Einzigartigkeit bestehen. Kaufinteressenten haben die
Möglichkeit, auf der Netzseite von Sonnenkreuz reinzuhören. Ein ganz
großes Werk, in seiner Gesamtheit! (Rotbart)
A-Blaze Nr. 2 (Deutschland)
Stürmisch
geht es hier zu, gar keine Frage! Leider kenne ich ansonsten nur das Debüt-Album
von 1999, aber trotzdem – oder gerade deshalb - kann ich der Band eine
gewaltige Entwicklung bescheinigen! Denn jetzt hat man zehn schwarzmetallische
Hymnen zusammengetragen, die durchweg Kultpotential haben. Das Schlagwerk legt
einen flotten Rhythmus hin, die Gitarren zaubern eingängige Melodien hervor,
und der Wechselgesang ist äußerst atmosphärisch! Hier sind mittlerweile
echte Profis am Werk, wie ich mit Freude bemerke. In Liedern mit so bezeichnenden
Titeln wie „Neuer Adel“, „Längster Schlaf“, „Bruderschaft“
geht es um germanisches Heidentum in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dabei
nimmt man auf den politisch korrekten Zeitgeist auch keine Rücksicht, was
mir diese Band um so sympathischer macht. Zitat: „Auf das Banner, auf
die Treue, laßt uns sein die Göttersaat. Als Zeichen unserer Bruderschaft,
steigt empor das Sonnenrad!“ Wer sich von solchen Textzeilen abschrecken
läßt, für den ist dieses Album wohl ohnehin nicht geeignet.
Alle anderen erfreuen sich auch noch an dem schicken Layout und an dem erstklassigen
Sound. Mit diesem Album haben sich HALGADOM einen festen Platz im Walhalla des
deutschen Black/Pagan Metal erobern können. (KB)
Pull the chain Netzmagazin (Belgien)
Dies ist das vierte Voll-Album dieser deutschen Black Metal Gruppe und mein erster Kontakt mit ihrer ganz eigenen Art der Folk/Pagan Seite der dunklen Musik. Es ist eine sehr eigenständige Veröffentlichung (etwas sehr Willkommenes in diesen Tagen). Sehr deutsch in sowohl Klang als auch Struktur. Die Liedtexte, ebenfalls in deutsch (was die internationale Verbreitung der Band beeinträchtigen könnte) und die vielgesichtigen Lied-Strukturen sind exzellent gestaltet. Dies ist (wenn man den eigensinnigen deutschen Akzent erträgt; ich verstehe nicht, warum Viking/Pagan Black Metal durch Verwendung skandinavischer Sprachen bereichert wird und Deutsch eher selten sind) ein hervorragendes Stück Folk Black Metal, kreiert von talentierten Schreibern und von guten Musikern dargeboten. Es ist offensichtlich, daß diese Musiker keine Neulinge sind. Das Gitarrenspiel gibt der Musik einen spezielles Wiedererkennungswert und fängt die Aufmerksamkeit des Zuhörers ein. Die Produktion liefert ein flüssiges Gesamtwerk und ich bin ziemlich überzeugt, daß Helgadom, unabhängig von ihrer Heimatsprache, unzählige europäische Pagan Black Metal Anhänger begeistern werden. Ich kannte die Band vorher überhaupt nicht aber das Album war eine sehr angenehme und interessante Entdeckung.
Georges
Interregnum-Netzradio (Deutschland)
Da
sind sie wieder, die umstrittenen HALGADOM. Mit „Sturmwoge“ untermauern
sie einmal mehr ihren Ruf als Verehrer vorchristlicher Zeiten und Prediger eines
starken Germanentums. Es soll ja Leute geben, die sehen in HALGADOM die Wiederkehr
alles Bösen. Und das Böse ist in unseren Breiten ja eindeutig definiert
– oder etwa nicht? Jeder kann da ja gern mal den Selbsttest machen, indem
er sich Songs wie „Bruderschaft“, „Neuer Adel“ oder
„Werdung“ reinzieht. Wie sieht es zum Beispiel mit folgender Textpassage
aus „Bruderschaft“ aus: „Auf das Banner, auf die Treue, laßt
uns sein die Göttersaat/Als Zeichen unserer Bruderschaft, steigt empor
das Sonnenrad/Von jetzt an und für alle Zeit, sollst Du erstrahlen am Firmament/Leuchten
für die Ewigkeit, die tief in unseren Herzen brennt“. Da soll es
Leute geben, die bei diesen Worten schwarzuniformierte Bataillone marschieren
sehen und glauben, hier würde der Boden für eine neue Clique von Massenmördern
bereitet. Leider ist Blödheit in Deutschland nicht strafbar.
Und da gibt es die anderen. Solche, die in dieser unruhigen Zeit, in der sämtliche
ideellen Werte auf dem Trödelmarkt der Konsumhölle verramscht werden,
nach Bindungen suchen. Und seien es jene, die in der Tradition und Historie
eines jeden Volkes ruhen. Und da nicht nur die jüngste deutsche Geschichte
verteufelt wird, sondern mehr und mehr auch des Kaisers Zeit, das fortschrittliche
Preußen, die Epoche des ersten Reiches usw. bleibt vielen nur die Flucht
in die Frühgeschichte der Deutschen. Da wird natürlich vieles verklärt,
mehr Heldentum hineingelegt als letztlich da war. Aber was ist so verwerflich
daran, wenn sich junge Leute von heute an der mit der Natur im Einklang befindlichen
Lebensart der germanischen Stämme orientieren, wenn sie Ehre, Mut und Hingabe
für eine Sache als erstrebenswerte Eigenschaften erkennen? Wo ist das Problem,
wenn sie sich den Gottheiten und Mythen ihrer Vorfahren zuwenden, wo doch Volk,
Religion und Land einst eine untrennbare Verbindung bildeten? So kann man sich
als religiöser Mensch manchmal allein schon landschaftliche Besonderheiten
nur mit den Überlieferungen aus alten Zeiten erklären. Das Christentum
versagt da völlig und hat keine Antworten parat. Ist ja auch kein Wunder,
denn das Werden dieses Glaubens spielte sich im Nahen Osten ab.
HALGADOM haben die richtigen Worte gefunden, ihre Botschaft zu vermitteln. Manchmal
möchte man zu ihrer Musik Bilder zeichnen, die direkt aus der Zeit von
vor 1500 bis 2000 Jahren stammen. Und es ist möglich, aus diesen Worten
Kraft zu schöpfen für den neuen Tag. Wenn um Euch herum alles in sich
zusammenfällt, wenn täglich die Natur vergewaltigt wird, wenn es Absurditäten
sind, die mehr und mehr unser Zusammenleben bestimmen, weiß man schließlich
doch, daß der Weg hier nicht zu Ende ist. Das Leben auf der Erde ist in
einem ewigen Fluß. Und niemand weiß, was uns das Morgen bringt.
Bei all dem sinnieren über Inhalte sei an dieser Stelle die Musik nicht
vergessen. „Sturmwoge“ ist die Schnittmenge aus Pagan Metal und
einem eingängigen melodischen Sing-Sang, der einst von den Böhsen
Onkelz kreiert worden ist. Das macht HALGADOMs Musik auch konsumierbar für
Leute, denen Sachen wie zum Beispiel Thyrfing zu heftig oder Morrigan zu dramatisch
sind. Leider birgt das aktuelle HALGADOM-Material eine gewisse Gefahr der Eintönigkeit.
Jeder Song für sich genommen ist absolut gelungen. Im Ganzen betrachtet,
variieren die Melodien aber nicht wesentlich. Auch sind Franks Gitarren-Soli
recht limitiert. Da wird dann doch mehr gegniedelt statt melodiert.
„Sein und Werden“ schneidet im direkten Vergleich mit „Sturmwoge“
ein wenig besser ab, da die Neo-Folk-Songs des Vorgängers wunderbare Kontraste
zum treibenden Pagan Metal der Band boten.
Jub 8/10 Punkten
Agonia Magazine (Polen)
Wie der Vorgänger “Sein und Werden” kommt Sturmwoge in einem schön gestalteten Pappschuber. Dieses Mal erwartet den Hörer eine Scheibe die komplett im Metalstil, also ohne Neofolk-Einlagen oder Akustikstücken gehalten ist. Nach einem Intro, das aus Orgeln und gesprochenen Worten besteht, beginnt das Album mit dem Stück “Neuer Adel”. Die Musik an sich ist stellenweise schnell, sehr melodiös und wieder mal hervorragend produziert. Ab und an finden sich wieder einige RAC-Einflüsse. Besonders mag ich die Giterrenarbeit des Albums. Man hört, daß Gitarrist Frank ein begabter Musiker ist. Ein neuer Sänger ist zu hören, dessen Gesang, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Sebastian, zwischen verschiedenen Stilen variiert. Der Gesang reicht von Geschrei, über deathmetalartiges Gegrunze bis hin zu hymnenhaftigen und klaren Gesang, der sehr gut zu den melodischen Liedern paßt. Auch wenn ich die vorherigen drei Alben von Halgadom mag, muß ich sagen daß „Sturmwoge“ die beste Platte der Deutschen sind. Ich habe keine Ahnung wie Halgadom dieses Album noch überbieten wollen!
6/6 Punkten
Earshot (Österreich)
Die deutsche Pagan Band HALGADOM legt mit „Sein und Werden“ ihr mittlerweile drittes Album vor. Nachdem man auf dem Debüt Pagan Black Metal und auf dem Zweitwerk Neofolk spielte, versucht man es nun mit einer ausgewogenen Mischung aus beiden Stilen. Das Album besteht aus zwei Teilen, der erste, mit „Geist“ betitelt bietet fünf Folklieder, der zweite Teil, „Materie“, geht in die Pagan Black Metal-Richtung. Bei den Folkliedern merkt man die Steigerung gegenüber dem Vorgänger, die Kompositionen sind ausgereifter, die Akustikgitarre wird zusätzlich durch eine Geige ergänzt, der Gesang ist zweistimmig (männlich und weiblich) und das Schlagzeug wurde mehr in den Vordergrund gemischt. Auch bei den metallischen Titeln lässt sich eine Steigerung gegenüber dem Debütalbum ausmachen, diesmal ist die Produktion sehr kraftvoll und sauber ausgefallen. Musikalisch sind die fünf Lieder recht aggressiv, es wird aber auch nicht auf die notwendige Melodie verzichtet.
Die Aufmachung von „Sein und Werden“ kann nur als exzellent bezeichnet werden, die Scheibe erscheint im edlen, schwarz-weiß gehaltenen Digipack. Auch musikalisch steht das Album dem in nichts nach, sowohl der gebotene Neofolk als auch der Pagan Metal verdienen die Bezeichnung hochklassig.
6.5 von 7 Punkten
Interregnum-Netzradio (Deutschland)
Bei Euren Sonnenwend-Feiern werden HALGADOM vermutlich ein fester Bestandteil bei der Beschallung sein. Aber natürlich ist diese Band nicht nur etwas für traditionelle oder religiose Ereignisse. Denn der Neo-Folk der Band - hier mit fünf Stücken unter der Überschrift "Geist" dokumentiert - ist so wunderbar lyrisch, eingebettet in streichelnden Melodien, daß man ihn wahrlich zu beinahe jeder Gelegenheit hören mag. Erzeugt wird dieses Bedürfnis darüber hinaus auch durch die Wärme in der Instrumentierung (Akustik-Gitarren, Violine) und in der Stimme von Eva. Endlich mal eine Sängerin, die einfach nur singt und nicht ständig dem Zwang unterliegt, zu tirilieren.Teil zwei der CD ist reiner Pagan Metal und wird unter "Materie" geführt. Die Melodien sind simpel gehalten, auch dieArrangements. Aber genau deshalb sind die Stücke so wirkungsvoll. Wie hätte man den Botschaften von "Das Hügelgrab", "Runenkraft" oder "Stahl" folgen sollen, wenn sie in instrumentalen Kaspereien versunken wären. Und wenn wir gerade dabei sind: Die Texte können Euch stark machen. Da gibt es viel mehr als der tägliche Ungeist uns vorzugaukeln versucht. Auf der Suche nach dem Glück oder einfach der Zufriedenheit muß man nicht verzweifelt das Labyrinth der Moderne durchstreifen. Es gibt gerade Wege. Nur gehört Mut dazu, diese zu gehen.
Jub 10/10 Punkten
Feindesland - Netzmagazin (Deutschland)
Halgadom. Der Name steht für sich, denn kaum eine andere Formation des deutschen Untergrunds dürfte die Gemüter wohl so sehr erhitzen, wie es bei diesem Fünfergespann der Fall ist. Ihre Verbindung zu Absurd, ihr offen zur Schau getragener Nationalismus und der auf ihrer Präsenz im weltweiten Datennetz ausgetragene „Kulturkampf“ hat schon unlängst dafür gesorgt, daß Halgadom von den einen vergöttert, von den anderen hingegen verflucht und gehaßt werden. In dieser Rezension möchte ich, wie üblich, keinerlei politische Stellung beziehen, sondern mich auf das konzentrieren, worum es mir bei der Erscheinung eines neuen Albums primär geht: die Musik.
Auf dem ersten Album präsentierten sich Halgadom noch in einem ziemlich rotzigen Gewand und lieferten eine Art Pagan Metal mit leichten RAC Einflüssen ab. Mit „Verdunkelung des Göttlichen“ distanzierte man sich von diesem Stil jedoch radikal und bewegte sich fortan in rein neovölkischen Gefilden. „Sein und Werden“ weißt sowohl die eine, als auch die andere Stilrichtung auf, vermischt sie jedoch nicht, sondern unterteilt sie in ein Konzept aus Geist und Materie. Dabei repräsentieren die ersten fünf Lieder, allesamt komplett im Neofolkbereich, den Geist und die letzten fünf, die metallischen Stücke der Scheibe, die Materie.
Zu den Neofolkstücken läßt sich sagen, daß Halgadom im Vergleich zu „Verdunkelung des Göttlichen“ eine deutliche Verbesserung, sowohl im musikalischen als auch produktionstechnischen Bereich vorzuweisen haben. Zu der Akustikgitarre gesellt sich nun auch eine wohlklingende Geige und der männliche Gesang wird auf eine sehr angenehme Weise durch eine weibliche Stimme ergänzt. Halgadoms Stärke liegt dabei klar darin, auch mit einfachen Mitteln und ohne großen technischen Aufwand eine sehr schöne, leicht melancholische Atmosphäre zu erzeugen, die in ihrer Natürlichkeit voll und ganz zu überzeugen weiß. Das „Simpel-Aber-Effektiv-Prinzip“ geht auf und lädt den potentiellen Zuhörer förmlich dazu ein, sich von den ebenso schlichten wie beeindruckenden Melodien verzaubern zu lassen.
Mit den metallischen Stücken hatte ich hingegen zu Beginn so meine Probleme. Denn der hier präsentierte Stil hat ja so rein gar nichts mit den neovölkischen Klängen des ersten Kapitels von „Sein und Werden“ zu tun. Rauher Pagan Metal, wie schon auf dem Erstlingswerk, jedoch im deutlich besseren Klanggewand, dröhnt einem nun unvermittelt entgegen und man fühlt sich ein wenig so, als sei einem unter der Dusche urplötzlich das heiße Wasser ausgegangen. Doch man gewöhnt sich recht schnell an den plötzlichen Stilbruch, dessen Halgadom sich „schuldig“ gemacht haben. Auch hier wagt man keine allzu großen Experimente, sondern konzentriert sich lieber auf das, worauf man sich auch versteht. So entpuppt sich jedes Stück als eine kleine Perle mit Ohrwurmcharakter, wobei gerade das Stück „Stahl“ sich als ein echter Dauerbrenner erweist. Auffällig ist ferner, daß der gekrächzte Gesang stets recht einfach zu verstehen ist, was den Stücken noch einmal eine ganz eigene Note verleiht.
Ansonsten möchte ich zu dieser Veröffentlichung noch anmerken, daß die optische Gestaltung sehr aufwendig und liebvoll erstellt wirkt und „Sein und Werden“ generell den Eindruck eines Albums hinterläßt, in welches sehr viel Herzblut geflossen ist.
Fazit: Halgadom ist mit „Sein und Werden“ eine äußerst gelungenes Drittwerk geglückt, das sowohl für Freunde des Neofolks als auch des Pagan Metals sehr interessant sein dürfte.
(Falkenhayn)
Bewertung:
Innovation:
10/15
Gesamteindruck: 13/15
Twierdza-Netzmagazin (Deutschland)
Vorbemerkung:
Wie auch immer man zur Musik HALGADOMs selbst stehen mag – die politische
Ausrichtung, die die Gruppe in manchen Interviews im Netz präsentiert,
wird sicher so einigen mißfallen und kann an dieser Stelle natürlich
nicht unkommentiert bleiben. Halgadom lehnen sich weit aus dem Fenster und gehen
zum Teil ziemlich darüber hinaus, was man als „normalen Patriotismus“
bezeichnen könnte. Um Klartext zu sprechen, positionieren sie sich ziemlich
weit rechts und, ob gewollt oder ungewollt, treten mit äußerst provokanten
Aussagen hervor. Wie man das beurteilt, und inwieweit man sich dann noch ungetrübt
dem Hörgenuß hingeben kann, soll bitte jeder Leser selbst entscheiden
und möge sich selbst eine Meinung bilden. Wir distanzieren uns hiermit
explizit von jeglichen politischen Standpunkten der rezensierten Band und präsentieren
die Rezension hier trotz der politischen Position der Band, da die Veröffentlichung
keine unseres Wissens nach verbotenen Textfragmente oder Symboliken benutzt;
da die Scheibe ganz legal erschienen ist und nicht auf dem Index steht oder
gar verboten ist; da die Texte und die Musik selbst zum Glück frei von
jeglichen politischen Aussagen oder Provokationen sind und sich ausschließlich
mit altem germanischem Götterglauben und „Mystik“ beschäftigen
(was natürlich immer zu Verdächtigungen führt, gerade in diesem
Kontext – aber wir halten uns hier, wie bei allen Rezensionsobjekten,
an die Fakten und urteilen „im Zweifel für den Angeklagten“);
und da, was natürlich für uns hier am meisten von Belang ist oder
sein sollte, die Musik wirklich äußerst gut ist. Es ist oftmals schwer
eine Grenze zu ziehen, daher richten wir uns neutral im Wesentlichen bei allen
Künstlern danach, ob ihr Machwerk legal ist und ob wir persönlich
etwas entdecken, was eindeutig (und das ist das Problem) auch objektiv nicht
mehr tragbar ist.
„Sein Und Werden“ stellt das nunmehr dritte Album der heidnisch
orientierten Gruppe Halgadom dar. Während man auf dem ersten Album (fast)
reinen Schwarz-/Paganmetal präsentierte, auf dem Zweitling hingegen der
puren Folklore verschrieben war, geht man auf dem aktuellen Silberling neue
Wege und teilt das Werk in zwei Teile: Fünf Folklore-Stücke sowie
fünf Black-/Paganmetalstücke bieten sich dem Hörer dar.
Schon die Aufmachung allein weiß den Liebhaber der Folklore und heidnischer
Themen zu begeistern. Die komplett schwarz-weiße ästhetische Gestaltung
läßt so manche Veröffentlichungen der betroffenen Genres (Darkfolk,
Paganmetal, Blackmetal) in dieser Hinsicht wirklich blaßß aussehen
und scheint wohl erfahrenen Design-Profis überlassen worden zu sein. Alle
Achtung.
Der erste gute Eindruck setzt sich dann mit den ersten Tönen fort. Die
Produktion klingt deutlich besser, als auf dem Vorgänger, und das Instrumentarium
wurde dank Eva, die sich mit ihrem Gesang sowie Geigenspiel einbringt, erweitert.
Dabei weiß sowohl Evas Gesang, der zum Glück so gar nichts mit dem
typischen „Schöne-Blondine-die-mit-einem-der-Musiker-befreundet-ist-und-deshalb-mal-ein-bißchen-am-Mikro-rumsäuseln-darf-Gesang“
zu tun hat, sondern tatsächlich eigenständig klingt und Charakter
aufweist, als auch ihr Geigenspiel gut zu gefallen und ergänzt den Halgadom-Sound
optimal.
Was den Folklore-Part der Scheibe anbelangt, bin ich jedoch ein wenig gespalten.
Den männlichen Contrapart zu Evas Gesang bildet nämlich Frank, und
so vortrefflich er auch an der Gitarre, als Komponist und größtenteils
auch als Textschreiber ist, so fehlt mir bei seinem Gesang, obgleich dieser
sicher nicht schlecht, und souverän-klar vorgetragen ist, doch das „gewisse
Etwas“. Die Perkussion ist recht gelungen, hätte aber, in meinen
Ohren, noch mehr aus den Folklorestücken herausholen können. Trotzdem
ist meine Gesamtwertung, was diesen Teil anbelangt, relativ gut. Vor allem das
erste Stück, rein instrumental dargeboten, ist wunderschön.
Wesentlich besser jedoch weiß mir der metallische Teil von „Sein
Und Werden“ zu gefallen. Und daran hat der Sänger, Sebastian, einen
nicht unwesentlichen Anteil. Er hat ein sehr markantes und energievolles, „dreckig“-schwarzmetallisches
Organ, welches zu jener Kategorie gehört, die man entweder mag oder nicht.
Ich zähle mich hier eindeutig zu ersterer und gestehe Sebastian darüber
hinaus auch noch einen äußerst hohen Wiedererkennungswert zu, was
heuer bei der Flut an Veröffentlichungen etwas heißen will und die
Scheibe sicher noch mehr an künstlerischem Wert gewinnen läßt.
Doch auch Frank darf hier, beim Schwermetallteil der Scheibe, an der Gitarre
zur Höchstform auflaufen und bietet neben der Härte und der Energie
auch die gebotenen „zarten“ Töne, das heißt, schöne
und melodische, zwischen positiver „Heiterkeit“ und Melancholie
angesiedelte Gitarrensoli, die irgendwie optimal zum heidnischen Thema passen.
Was ich noch unbedingt zu den Texten anmerken muß, gerade angesichts unserer
einleitenden Worte, ist, daß man merkt, daß Halgadom sich nicht
nur oberflächlich mit der germanischen Mythologie auseinandergesetzt haben
und in den Texten das typische „Wotan-Tralala“ oder pubertäre
politische Farcen zelebrieren; daß sie sich ferner nicht um der Provokation
oder der Politik Willen mit dem Thema befassen, sondern daß es anscheinend
zu ihrem Lebensinhalt gehört und sie sich auf diesem Felde mehr als auskennen.
Das ist positiv anzurechnen und dürfte allen jenen, die sich für dieses
Thema interessieren, und keinen Kitsch oder politische Propaganda unter diesem
Deckmantel, sondern ehrliche heidnische Texte mit Tiefgang wünschen, einen
Kaufanreiz darstellen.
Wie man auch immer über Halgadom denken mag (kann/soll?) – musikalisch-künstlerisch
gesehen zählen sie in Deutschland sicherlich zur Speerspitze der heidnischen
Metalbewegung, und auch im Folklorebereich wissen sie sich immer mehr zu behaupten
und ihren Weg zu gehen. „Sein Und Werden“ wird noch öfter meinen
CD-Spieler heimsuchen – ein schönes Werk, welches auf mehr hoffen
läßt.
Von: STEPHAN
Schwermetall-Netzmagazin (Schweiz)
Auf
dem dritten Album von Halgadom gibt es eine gelungene Mischung der zwei Musikstile
die auf der ersten, bzw. der zweiten Scheibe vertreten waren. Auf der Debut
war noch Pagan Black Metal vertreten. Sehr primitiv und roh. Die Aufnahmequalität
war nicht die beste, aber angemessen. Der Gesang von Sebastian, welcher ja auch
bei Wolfsmond und diversen anderen Bands schon sein können unter Beweis
stellen konnte, erzeugt eine Stimmung wie nur er es zu tun vermag. Von seiner
ersten Band an schon fasziniert mich sein Gesang und ganz besonders der Stil,
stimmt doch ein jedes Lied sofort zum mitsingen ein. Aber auch gezupfte Gitarren
mit gesprochenen Versen, welche eine gewisse mystische Atmosphäre erzeugen
konnten, gab es darauf schon zu hören. Auf "Verdunkelung des Göttlichen"
war plötzlich nichts mehr zu hören von Metal oder anderen härteren
Einflüssen. Anstelle von Sebastian ertönte schöner Frauengesang
gemischt mit der tiefen Stimme von Frank, dem Schöpfer von Halgadom, der
sich außerdem auch für die Gitarren verantwortlich zeigt. Auf "Sein
und Werden" gibt es wie gesagt eine Mischung aus beidem. Aber vorher möchte
ich noch ein paar Worte über das Äußere und die Texte verlieren.
Alleine das rechtfertig meiner Meinung nach schon den Kauf der Scheibe. Im aufwendigen,
in Grautönen gehaltenen, Digi-Pack wurde sie verpackt und mit Bildern versehen
die sich sehr an die Thematik der Texte schmieden. Teils heroisch und teils
mystisch, jedoch immer in einen Grauschleier verborgen, so daß man genauer
hinsehen muß um überhaupt dessen gewahr zu werden was sich darauf
befindet. Die Texte selbst handeln, wie die meisten schon vermuten werden, von
Göttern, Kriegen, Sonnenräder und Runen und lassen gleich erkennen,
daß sich Frank und wohl auch Sebastian viel mit den Ahnen und Göttern
aus alten Tagen befassen werden und nicht bloß an der Oberfläche
der Geschichte kratzen. Den Anfang auf "Sein und Werden" macht ein
Gitarren Teil, der akustisch aufgenommen wurde. Sofort merkt man, daß
hierbei viel mehr Wert auf Qualität gelegt wurde als noch bei den Vorgängern.
Um einen so reinen Klang auf CD bannen zu können bedarf es eines recht
guten Studios. Versehen wurde es noch mit Geige und Baß, was die Einleitung
nicht nur interessanter, sondern auch voller erklingen läßt. Die
Geige ist übrigens auch bei den kommenden vier Liedern zu hören. Danach
folgen vier Stücke im Neofolk Stil wie es auch schon auf "Verdunkelung
des Göttlichen" zu hören war. Schöner Frauengesang gepaart
mit Franks tiefer Stimme. Auch hier wurde mit viel mehr Professionalität
vorgegangen. Am meisten gefällt mir dabei das Lied "Gott in uns".
Es verbreitet eine verzweifelte, aber trotzdem heroische Stimmung bei der man
am liebsten gleich mitsingen möchte. Ein Stück, welches sich sicher
bestens fürs Lagerfeuer eignet. Aber auch "Weg durch die Zeit"
gefällt mir sehr gut und wird sicher noch oft aus meinen Lautsprechern
erklingen. Wachgerüttelt wird man dann von "Hügelgrab",
dem ersten der fünf Pagan Black Metal Liedern auf der Scheibe. Sofort wird
man in eine andere Gefühlswelt geleitet. Man fühlt, wie die Kräfte
in einen zurückkehren, streckt die Faust gen Himmel, wippt mit dem Kopf
zum Schlagwerk, welches im eher mittleren Tempo Bereich den Takt angibt und
singt lautstark mit. So und nicht anders muß diese Art von Musik sein.
Heroisch und Stolz sich ihren Weg bis zum Ende bahnen. Einzig bei dem Titeltrack
wurde, der Atmosphäre zum trotz, eine immer wiederkehrende Knüppelpassage
eingeflochten. Schade, da das Lied ansonsten eigentlich recht gut, wenn auch
wenig abwechslungsreich wäre. Das beste Stück von "Sein und Werden"
ist wohl "Totenritus", welches auch zum runterladen auf der Internetseite
von Halgadom steht. Alles in allem handelt es sich bei Halgadoms neuer Scheibe
um eine gelungene Mischung aus zwei Stilen die sich wunderbar miteinander vereinen
lassen. Schön wäre noch wenn manche Stücke beide Stile in einem
Lied aufweisen könnten. 11/13
Kveldulv-Netzmagazin (Deutschland)
Nach langem Warten und Ankündigen seitens Halgadoms ist "Sein und Werden", das dritte Werk Halgadoms, nun endlich erschienen. Dieses mal handelt es sich wieder, wie beim ersten Werk, um eine Mischung aus Neofolk und metallischen Stücken, wobei bei den metallischen Sebastian (auch bei Wolfsmond) und bei den neofölkischen Stücken Frank am Gesang tätig ist. Den Anfang machen die fünf neofölkischen Stücke, welche schon gewisse Unterschiede zu denen auf "Verdunklung des Göttlichen" haben: Es fällt auf, dass zu der Akustikgitarre noch eine Geige dazu gekommen ist, durch die die Musik deutlich interessanter gestaltet ist und auch der, schon auf dem vorherigen Werk, enthaltene Frauengesang ist wieder vorhanden, nur diesesmal viel vordergründiger. Weiterhin anzumerken ist die Wiederaufnahme des schon auf dem ersten Album vorhandenen Liedes Sonnenwende. Ab Lied 6 gibt es dann die metallischen Stück von Halgadom zu hören, welche die auf Halgadoms Erstwerk noch übertreffen. Die Produktion hat sicher um ein vielfaches verbessert, im Vergleich zum ersten Werk und auch die Qualität der Lieder ist merklich gestiegen. Vor allem die Gitarren Riffs sind sehr einprägsam geworden. Alles in allem ist Halgadom ein sehr abwechslungsreiches Album gelungen, was besser wohl kaum sein könnte. Auch die Aufmachung ist sehr gut geworden: Ein Digipack mit Beiheft und allen Texten. Zu empfehlen ist dieses Album jedem Fan von heidnischem Metal, der auch nicht mal davor zurückschreckt neofölkische Klänge zu vernehmen. Auf jeden Fall handelt es sich hier um eine sehr abwechslungsreiche und gute Mischung.
Minutum Mundum Nr.7 (Deutschland)
Bevor ich mit der eigentlichen Rezension beginne, möchte ich etwas näher auf die ideologischen Hintergründe eingehen. Dabei ist es für mich gleichgültig, ob die Truppe von den meisten nun als „politisch inkorrekt“ angesehen wird oder nicht. Halgadom ist einfach eine der wenigen Metal- Truppen, welche ich persönlich aufgrund ihrer seriösen Auseinandersetzung mit der anderen, sprich spirituellen Welt sehr schätze. Dies stellen beispielsweise jene Zitate in der schön aufgemachten, zweifach aufklappbaren Hartpapphülle bestens unter Beweis. In einem Wald voller gesichtslosen Metal-Gruppen, welche lediglich die gängigen Klischees bis zur Erschöpfung zum ihren besten geben, sind Halgadom (mit einigen Ausnahmen mehr) eine willkommene, unterstützungswürdige Alternative. Soviel zu dieser Thematik. Die mittlerweile dritte Scheibe setzt sich aus zwei verschiedenen Teilen zusammen, in welchen die ersten fünf Lieder unter dem Banner „Geist“ stehen. Es sind reine Neofolk Stücke, die meiner Meinung nach größtenteils nicht mehr so bardenhaft klingen wie jene Kompositionen auf dem genialen „Verdunkelung des Göttlichen“ Album. Die Musik ist trotz Geige irgendwie moderner ausgefallen, allerdings verbleiben die Klänge stets im Neofolk- Bereich. Gekonnter femininer wie maskuliner, klarer Gesang beherrscht das Szenario, und das zusammen mit Schlagwerk, Akustikgitarren und ein wenig Geige (wie beim "Weg durch die Zeit") . „Hyperborea“ eröffnet das Werk, wirkt dabei ruhig und ausgelassen, ohne jeglichen vokalistischen Hintergrund. In „Wenn Sonnenräder leuchten“ dominiert die klare, feminine Stimme, obwohl, zwar etwas leiser, auch hier Männergesang vorhanden ist. Ruhig und leicht melancholisch, zumindest an seinem Anfang, ist „Gott in uns“ ausgefallen. „Sonnenwende“ ist eine Neueinspielung, des sich auf dem Debüt befindlichen Originals. Diesmal ist allerdings Geige, Schlagwerk sowie weiblicher Gesang vorhanden. Das nachfolgende „Weg durch die Zeit“ gehört zu meinen Favoriten von diesem Pol der Scheibe. In meinen Augen konnte der Folk-Anteil die Lieder von dem schon sehr starken „Verdunkelung des Göttlichen“ genannten Vorgänger leider nicht übertreffen. Es war mit Sicherheit auch nicht einfach, doch die hier vorhandenen Stücke wissen natürlich auch zu gefallen! Nun folgt der „Materie“ Teil, welcher rein metallisch ist, um genauer zu sein möchte ich an dieser Stelle die Bezeichnung Heidenmetall verwenden. Es sind erneute fünf Lieder vorhanden, die durch die rauhe, spezifische Stimme von Sebastian (bekannt auch von einigen Projekten, siehe z.B. WOLFSMOND) und das schnellere Tempo recht aggressiv klingen. Es ist nicht nur die nötige Portion Aggressivität vorhanden sondern auch einige (Gitarren)melodien, einige mystische sowie tragende Momente. Positiv ins Auge fällt auch das Schlagzeug, welches nicht so dünn klingt als hätte man es auf Keksdosen eingespielt; es verfügt über die nötige Tiefe und Durchschlagskraft. Zu der Gestaltung habe ich am Anfang bereits einiges angeführt, es bleibt mir noch zu sagen, daß auch alle Text abgedruckt wurden. Auf der Heimseite sind übrigens auch einige Lieder als MP3´s zur Verfügung gestellt. Man findet diese unter: http://www.halgadom.org/ Die Scheibe an sich ist für 13 EUR inklusive Porto und Verpackung erhältlich unter: Halgadom, Postfach 1330, 53776 Eitorf, Deutschland. e-Post: webmaster@halgadom.org
(Peter) 9 Punkte
Hatecoretc-Netzmagazin (Deutschland)
Nun ist es endlich vollbracht und ich halte nun das dritte und ausgereifteste Machwerk dieser deutschen Gruppe in den Händen. Ich hätte im Vorfeld ja nicht gedacht, dass das 2. Album „Verdunkelung des Göttlichen“ noch zu überbieten wäre, aber weit gefehlt. Frank hat neben Sebastian, welcher für den Gesang der ersten Scheibe verantwortlich war, noch 3 weitere Mitstreiter an Bord geholt, wobei vor Allem bei den folkloristischen Liedern die Geige sehr bemerkenswert eingesetzt wurde und ein ganz neues Element im Schaffen Halgadoms darstellt. Das Album ist in die 2 Kapitel „Sein“ und „Werden“ unterteilt, wobei ersteres Kapitel aus folkloristischem Liedgut und das zweite Kapitel aus metallischen Liedern besteht. Das erste Kapitel wird von einem instrumentellen Einklang eingeleitet und anschließend werden vier wunderschöne Lieder mit weiblichen und männlichen Gesang dargeboten. Meine Anspieltipps wären „Gott in uns“ und das neu aufgenommene „Sonnenwende“, welches schon auf dem Debüt zu finden war und für mich auf der ersten Scheibe einer der Höhepunkte war. Kaum sind die letzte Töne des fünften Liedes „Weg durch die Zeit“ verstummt, geht es Richtig ans eingemachte und ich höre nun schon die Jubelschreie aller jener, welche die metallischen Lieder auf dem zweiten Album vermisst haben. Dargeboten wird mittelschneller heidnischer Metal mit Sebastian „derbem“ Gesang. Diese Lieder sind im Vergleich der Lieder des Debütalbums um einiges ausgereifter und die Produktion ist (wie auch schon bei den folkloristischen Liedern) viel besser als damals. Neben dem musikalischem Einschnitt, kann man auch eine Veränderung der Texte betrachten, welche ich nun als evtl. nicht mehr ganz so poetisch, wie bei den folkloristischen Liedern, beschreiben würde, was jedoch nicht heißen soll, dass die Texte nun stumpf oder gar primitiv sind (eher im Gegenteil). Der Text von dem Lied „Stahl“ könnte auch gut zu Sebastians anderer Gruppe „Wolfsmond“ passen. Meine Favoriten und Anspieltipps in diesem Kapitel wären „Runenkraft“ und das Titelstück „Sein und Werden“. Die Gestaltung der Scheibe ist sehr ansprechend. Neben der zweifach aufklappbaren Hartpapphülle befindet sich noch ein mehrseitiges Begleitheft inklusive aller Texte (die Texte waren ja beim 2. Album gar nicht abgedruckt und beim Debüt wurden die englischen Texte weggelassen).
Fazit: Für Freunde von heidnischen Klängen, welche auch neben harten Sachen, gerne mal ruhige, nachdenkliche Klänge hören ist diese Scheibe auf alle Fälle ein Kauftipp! Freunde der letzten Scheiben, werden sich das Album sowieso besorgen. Eigentlich sollte ein jeder mal reinhören."
Mordor-Netzmagazin (Schweiz)
Seit 1999 treiben HALGADOM ihr Unwesen in der Deutschen Pagan Szene. Nach dem man anfänglich die noch den Schwarzmetallischen klängen gefrönt hatte, hat man auf dem 2002 Album "Verdunkelung des Göttlichen" komplett auf Neofolk umgestellt. So ist auch das neuste Album "Sein und Werden" zur Hälfte in dieses Gewand gehüllt, doch die zweite Hälft der CD beschallt uns mit harten Schwarzmetallischen Klängen. So bestechen die ersten fünf Songs auf dieser CD durch ihre fantastischen Akustikarrangements. Verträumte Melodien und feiner Gesang laden den Hörer auf eine Reise durch die eigenen Fantasie ein. Dabei sind die Lieder sehr stark durch dem zweistimmigen Gesang geprägt. Die Kombination aus weiblicher und Männlicher Stimme kommt sehr gut rüber und gibt den Songs einen sehr eigenen mystischen Charakter. Bei "Weg durch die Zeit" gibt's auch noch etwas Geige, welche aber nicht so gut klingt. Dies liegt aber vor allem am spielerischen Können und nicht am Arrangement. Mit "Das Hügelgrab" wird dann der zweite harte Teil der CD eingeleitet. HALGADOM liefern hier ein sehr melodisches Riffing und können mit einigen sehr geilen fast schon rockigen Melodiepassagen begeistern. Ein richtiger Killer ist der Song "Runenkraft", welcher mit brachialen Doubelbassalven alles plättet was sich ihm in den Weg stellt. Der Titelsong "Sein und Werden" zeigt sich sehr rockig und bietet wieder einen grandiosen Melodiepart. Ein tolle Hymne haben die Deutschen mit "Stahl" gebastelt und können mich wiederum mit vielen geilen Melodien und einem sehr soliden Riffing überzeugen. Dank vielen zweistimmigen Gitarrenriffs bekommt der Song enorm viel Druck und donnert brachial aus den Boxen. Der letzte Song "Totenritus" http://www.halgadom.org/halgadom-totenritus.wma liefert ein sehr eingängiges Riffing, welches recht gut im Ohr hängen bleibt. Natürlich fehlen auch hier die wunderschönen melodischen Solopassagen nicht.
Die Deutschen liefern mit "Sein und Werden" ein sehr tolle CD. Die Aufteilung in eine akustische und eine harte Sektion finde ich gut. Allerdings hätten die einzelnen Teile auch je eine eigene CD füllen können. Ich hätte von beiden Sektionen mehr vertragen können! "Sein und Werden" ist somit ein rundum perfektes Werk, welches natürlich auch durch seine tolle Produktion und seine erstklassige Aufmachung brilliert. Den nebst dem wunderschön gestalteten Digi-Pack gibt's hier noch ein dickes Booklet mit allen Texten.
10 von 10
Ein
CD die sowohl für Folk und Schwarzmetaller bestens geeignet ist. Ich kann
diese Scheibe nur wärmstens empfehlen, also horcht mal rein!
Lunar Hypnusis-Netzmagazin (USA)
Obwohl sie eindeutig ein Logo tragen, das denken ließe, daß ihre Musik mitten im extremen Metal-Genre angesiedelt sei, bieten diese Deutschen ein schönes Album von Neofolk-Musik. Wieder einmal zeigt es sich ein Buch nicht nach dem Titelbild zu bewerten.
Abgesehen von dem ersten und letzten Lied ist die Gitarre das einzige Instrument, das beim ganzen Album eingesetzt wurde (ja, eine einzige Gitarre). Die Gitarrenarbeit ist überaus kompliziert und die meisten Riffs sind sehr langsam und wohlklingend. In gewisser Weise erinnert mich dieses Album sehr an die frühen Ulver und an Empyriums letzten beide Werke. Besonders das Lied „Sonnentod“ hat in der Mitte einen sehr einsam klingenden, instrumentalen Teil, der mich sehr an Ulvers Lied „Ulvsblakk“ erinnert. Natürlich gibt es auch Gesang, der vollständig in Deutsch vorgetragen wird (nochmals der Vergleich zu Empyrium). Die stimmliche Umsetzung ist besonders interessant, da beide- männliche und weibliche Stimme – die Worte zugleich singen. Ich spreche leider kein Deutsch, also habe ich keine Ahnung, was das Thema vom Album ist, aber ich wette darum, daß es sich um dieselben Themen handelt wie bei den meisten Neofolk-Gruppen. Weitere Besonderheiten liegen im besonders eingängigen zweiten Lied „Wotans wilde Jagd“ und dem wunderschön depressiven Stück namens „Hoch zu Roß“.
„Verdunkelung des Göttlichen“ stellt sich für mich als eine kolossale, atemberaubende Überraschung dar und seit ich das Album vor einigen Wochen erhielt, war und ist dieses Album stetig in meiner Anlage am Laufen. Definitiv ein Muß für Anhänger von Ulver, Empyrium oder einfach für diejenigen, die etwas schöne deutsche Folkmusik hören möchten.
Januar 31, 2004 von Blackwinged
(8 von 10 Punkten)
Stay Heavy-Netzmagazin (Deutschland)
Eigentlich
wollte ich vor dem Schlafengehen nur noch schnell in diese eine CD reinhören...
und kann mich seit einer Stunde nicht mehr losreissen. Ich will mich hier nicht
groß äußern, nicht zur Musik, und nicht zum nationalen Hintergrund
Halgadoms also kein Review im eigentlichen Sinne... stattdessen lege ich diese
CD all jenen ans Herz, die sich für akkustische, heidnische Balladen mit
germanischem Hintergrund erfreuen können. Von der schwarzmetallischen Wurzeln
ist auf dieser Scheibe nichts mehr zu finden, alle Stücke sind nur mit
Gitarren sowie einer männlichen und einer weiblichen Stimme eingespielt
und handeln von germanischen Sagen. Mehr als ein "Wunderschön"
sage ich jetzt nicht...vielleicht werde ich mich später noch ausführlicher
äußern, wenn ich es für nötig halte.
(8 von 10 Punkten)
Pagan Dark Witchcraft Nr.6 (Italien)
Ich muß jetzt wirklich einmal dem Mann Danke sagen, der hinter diesem Projekt steht, weil seine neue Veröffentlichung mein Gemüt auf eine Reise in das alte Germania schickte und ich wirklich denke, daß, wenn irgend jemand überlegen sollte, einen Film basierend auf Tacitus’ „Germania“ zu drehen, diese Kompositionen dafür geschaffen wären. An der Musik wird man tatsächlich gefallen finden, die vollständig von klaren Stimmen (männlich als auch weiblich) und akustischer Gitarre arrangiert ist. Es ist schade, daß die Musiker nicht andere Instrumente (wie bei Hagalaz’ Runedance) verwendeten, um die Lieder zu variieren, aber ich denke genauso, daß diese Kompositionen gerade so faszinierend sind, weil sie eben einfach und daher großartig anzuhören sind. Die Texte sind sämtlich in Deutsch verfaßt, weshalb ich nichts über diese aussagen kann. Ich denke, daß ich nichts hinzuzufügen habe, außer, daß ich dieses Werk mag und hoffe, daß weitere Werke das fortsetzen um den Zug der akustischen Folkmusik aufrechtzuerhalten, welche für mich die beste in dieser Art heidnischer Musik ist.
(9 von 10 Punkten)
Minutum Mundum Nr.6 (Deutschland)
Die Musik auf dem zweiten Album hat zwar im Vergleich zum Debüt nicht mehr viel mit demselben gemeinsam, dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß es sich hierbei trotzdem um sehr gelungene Tonkunst handelt. War das Erstwerk noch melodischer Pagan Metal mit thrashigen Einlagen und folkloristischen Einflüssen, so kann man „Verdunkelung des Göttlichen“ als reinen Neo-Folk bezeichnen. Für das Erschaffen der Klänge wurden zwar nur Akustikgitarren, wenigen Trommeln und männlich-weibliche Gesänge verwendet, die Strukturen wurden allerdings mit eingängigen Melodien angereichert, und das macht diese Musik dann schlußendlich auch aus. Alle Lieder klingen eigentlich fast alle genauso gut, müßte ich notfalls meine Favoriten benennen, so würde ich mich für „Bärenmänner“ und „Gerechter Lohn“ entscheiden. Vernehme ich die Klänge dieser Lichtscheibe, sehe ich mich nachts mit verbündeten Seelen im Walde am Lagerfeuer sitzen. Die Thematik der Lieder handelt größtenteils von der Verehrung unseres geliebten Naturglaubens. Man sollte diese Scheibe nicht verpassen. (P.)
(9 von 10 Punkten)
DS Monatszeitung für Politik und Kultur Nr. 10/02 (Deutschland)
Inspiriert vom Göttlichen und der Schönheit der Natur haben Halgadom als zweites Werk eine schöne Neo-Folk Lichtscheibe herausgebracht. Es hat ein gewaltiger Stielbruch stattgefunden. Weg von der brachialen Schwarzmetall Musik hin zu ruhiger, besonnener und teils dunkler Musik, die am ehesten als Folk oder Neo-Folk bezeichnet werden kann oder vielleicht doch als Bardenmusik. Die Texte werden komplett auf Deutsch vorgetragen, der Kopf der Gruppe legt darauf sehr großen Wert. Der Wandel liegt wohl daran, daß der Halgadom Gitarrist und Texter den Tonträger alleine mit zwei Gastmusikerinnen am Gesang eingesungen und eingespielt hat. Sein Gesang und der der beiden Frauen klingt richtig angenehm und nicht tonschief oder verzerrt, alle Achtung! Man kann diese Musik nicht so einfach mit einer anderen Gruppe vergleichen, denn Halgadom hat seine ganz eigene positive Art gefunden. Textlich geht es um die Erzählung der Edda, Schlachten aus “Herr der Ringe“ werden beschrieben und die Kirche wird auf zynische Weise besungen. Der Frauengesang ist angenehm und irgendwie richtig gut. Die Gitarrensoli sind sehr fein ausgearbeitet, die Melodien auch schön einprägsam. Auf dem Tonträger werden 10 Titel mit germanisch-mystischem Inhalt geboten. Die Aufmachung des zweiten Halgadom-Werkes ist sehr gut geworden und wurde vom Halgadom Kopf selbst entworfen, sie ist sehr dunkel und mystisch und auch sehr ästhetisch. Die CD kann man sich ruhig kaufen, sie sticht als eigenständiges Werk aus der Masse der durchschnittlichen Musik hervor.
Agonia Magazine (Polen)
I
was very curious to hear new stuff from German Pagan Metal band Halgadom. But
on this album the word Pagan Metal is not correct, as the music this time is
pure acoustic. The first and the last song feature also drumming which makes
the two songs sound a bit ritualistic. On the other songs only acoustic guitar
is used and clear male and sometimes also female vocals can be listened to.
Simple instrumentation, but really beautiful music full of heart and soul. The
lyrics are in German and deal mostly with German myths. Compared to their first
album these acoustic pieces sound more mature and are better arranged. Nevertheless
for me personal ( others might think different), there could have been two or
three aggressive metal - songs on the album, as I really enjoyed the metal –
songs on the debut. I mean I also liked the acoustic pieces, maybe it was the
combination of these two styles what made the album so unique, I don’t
know.
All in all “Verdunkelung des Göttlichen“ is a great piece of
acoustic music, but I really hope that Halgadom don´t completely stop
writing and playing metal songs. The album should be interesting for everyone
who likes good music, also outside the metal genre. (Michael Druml)
(5 von 6 Punkten)
Twierdza-Netzmagazin (Deutschland)
"Neo Folk" - ein in diesen Tagen fast schon überstrapazierter Begriff für eine Musikrichtung, welche von der Schlichtheit natürlicher Instrumente und derer gekonnten Bedienung lebt. Auch HALGADOM aus Deutschland zählen zu dieser Sparte, wenn auch erst seit vorliegendem zweiten Album "Verdunkelung des Göttlichen". Vorher frönte man noch metallastigeren Klängen und laut der Weltnetzseite HALGADOMs wird man sich diesen auf dem nächsten Album auch wieder verstärkt zuwenden. Nun aber zu besagtem zweiten Werk, welches sich thematisch bei der nordischen Mythologie bedient und auch wenn dieses Thema langsam aber sicher an Belanglosigkeit gewinnt, schaffen es HALGADOM dennoch, uns schön klingende Verse rund um die Edda ans Gehör zu tragen. Das verwendete Instrumentarium beschränkt sich fast ausschließlich auf eine Akustikgitarre, selten begleitet von dumpfen Trommeln (nur im Intro "Die Stimme der Ahnen" und im letzten Lied "Runenanrufung" zu hören), doch gerade daher rührt die natürliche und ruhige Stimmung dieses Albums und während sich Formationen wie HAGALAZ RUNEDANCE meisterhaft darauf verstehen, ein opulentes Instrumentarium zu bedienen, ist es ganz im Sinne dieser Formation, nur auf die nötigsten musikalischen Mittel zurückzugreifen, um den Hörer auf eine Reise nach Midgard zu schicken. Neben dem üblichen "neuvölkischen" männlichen Klargesang, welcher auf seine natürliche Art und Weise sehr gut zu gefallen weiß, sind auch zwei weibliche Stimmen am Gesang beteiligt, die der männlichen in Nichts nachstehen und der Scheibe einen eigenen Charme verleihen, welcher nicht unbedingt auf perfekt ausgebildete Gesangskünstler zurückzuführen ist, sondern vielmehr Naturverbundenheit und Anmutigkeit ausdrückt. Eine definitive Beeinflussung HALGADOMs stellen mit Sicherheit FORSETI oder SONNE HAGAL dar, welche sich auf ähnliche Art und Weise darauf verstehen, zeitlos schöne Weisen zu Papier zu bringen, oftmals nur mit Gesang und Akustikgitarre vorgetragen. Ebenfalls nicht spurlos an HALGADOM vorbeigegangen sind mit Sicherheit DEATH IN JUNE oder DIES NATALIS und auch wenn sich HALGADOM mit den hier aufgezählten Truppen noch lange nicht messen können, haben sie ein mehr als überzeugendes Album vorgelegt, welches auf seine Art und Weise beruhigt und eine sehr besondere Atmosphäre kreiert. Im mehrseitigen Booklet finden sich statt der Liedtexte (welche eigentlich gar nicht vonnöten sind, versteht man doch jedes Wort!) Erläuterungen zu den einzelnen lyrischen Themen auf diesem Album, was ich für eine Eigenproduktion als sehr gelungen erachte! (Falagar)
(7 von 10 Punkten)